Bei Krebs in besten Händen

Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) hat dem Universitären Onkologischen Zentrum Regensburg (UCC-R) erneut höchste Behandlungs- und Versorgungsqualität bestätigt.

Jährlich erhalten etwa ein halbe Million Menschen in Deutschland die Diagnose Krebs. Eine so schwere Erkrankung ändert alles – von einem Tag auf den anderen. Patienten und Angehörige wollen sich in einer solchen Situation sicher sein, beste medizinische Versorgung zu erhalten. Die Deutsche Krebsgesellschaft überprüft regelmäßig die Versorgungsqualität medizinischer Zentren. Ende letzten Jahres wurde das UCC-R zum zweiten Mal durch die DKG bewertet. Das Ergebnis wurde nun bekanntgegeben: Die DKG hat das UCC-R aufgrund seiner leistungsfähigen, standortübergreifenden Zusammenarbeit nach höchsten Qualitätsstandards erneut zertifiziert. Zudem hat sich das UCC-R seit seiner Gründung 2015 zum größten onkologischen Zentrum in Deutschland neben dem Centrum für Integrierte Onkologie Köln Bonn entwickelt.

 

„Mit über 2,2 Millionen Einwohnern in Oberpfalz und Niederbayern decken wir ein sehr großes Einzugsgebiet ab. Unser onkologisches Zentrum wird aufgrund der hier gebündelten Expertise aller beteiligten Partner aber auch von vielen Patienten weit darüber hinaus aufgesucht. Es ist uns ein großes Anliegen, neben einem vollständigen Behandlungsspektrum auch kontinuierlich unsere Prozesse und Qualitätsstandards weiterzuentwickeln, damit sich Patienten bei uns in besten Händen wissen“, führt Professor Dr. Oliver Kölbl, Leiter des UCC-R am Standort Universitätsklinikum Regensburg (UKR), aus.

 

Im UCC-R bündeln sich die Kompetenzen der onkologischen Zentren des UKR und des Caritas-Krankenhauses St. Josef. Hausübergreifend arbeiten mehr als 30 Kliniken, Ambulanzen, Abteilungen, Institute und Zentren zusammen, in denen alle Formen von Krebserkrankungen behandelt werden können. In ihren Audits überprüft die DKG nicht nur das UCC-R als Ganzes, sondern bewertet auch daran beteiligte Fachzentren und Kooperationspartner. Am Standort UKR gingen aus diesem Verfahren zwei neue Spezialisierungen hervor, die als Zentren zertifiziert wurden: das Kinderonkologische Zentrum und das Magenkrebszentrum.
Das Caritas-Krankenhaus St. Josef hat im November 2017 den Bayerischen Krebspreis für die innovative Onkologische Sprechstunde gewonnen, die für Patienten jeglicher Tumorentitäten offen steht. Berater sind eine onkologische Pflegefachkraft zum Symptommanagement, eine Diätassistentin zu Ernährung und eine Stomatherapeutin für Patienten mit einem angelegten Ileo- und Kolo-/Urostoma.

 

„Durch die intensive standortübergreifende Zusammenarbeit entwickeln wir unsere Expertise ständig weiter“, ergänzt Professor Dr. Olaf Ortmann, Leiter des UCC-R am Standort Caritas-Krankenhaus St. Josef. „Im UCC-R kooperieren wir nicht nur fach-, sondern auch professionsübergreifend. Dadurch können wir unseren Patienten eine ganzheitliche Versorgung anbieten.“ Der Erfolg dieser gemeinsamen Versorgungsstruktur zeigt sich nicht nur in der Zertifizierung des UCC-R. So wurde bereits empirisch nachgewiesen, dass Patienten, die in zertifizierten Zentren behandelt werden, bessere Überlebensraten aufweisen, als solche, die in nicht-zertifizierten Einrichtungen in Behandlung waren.

Gemeinsam für das Wohl der Patienten

Ziel des UCC-R ist die klinische Versorgung von Krebspatienten in ganz Ostbayern. Die Spezialisten der verschiedenen Fachdisziplinen besprechen in wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenzen jeden einzelnen Fall. Durch diese multiprofessionelle Zusammenarbeit entwickeln sie für jeden Patienten die individuell beste Therapieoption. Dabei steht immer der Mensch als Ganzes im Vordergrund. So wird im UCC-R neben der medizinischen Behandlung eine umfassende Versorgung angeboten, die auch die veränderte Lebenssituation von Patienten und ihren Angehörigen im Blick hat. Den Betroffenen steht hierfür ein Team aus Psychologen, Sozialberatern, onkologischen Fachpflegekräften, Ernährungsexperten, Physiotherapeuten sowie Schmerz- und Palliativmedizinern zur Verfügung.

 

Das UCC-R ist in das übergreifende Comprehensive Cancer Center Ostbayern (CCCO) eingebunden. Das CCCO möchte eine wohnortnahe Versorgung für Krebspatienten in ganz Ostbayern auf einem einheitlichen Niveau sowie die aktive Forschung vorantreiben. Hierfür stützt es sich auf drei Säulen: der klinischen Versorgung im UCC-R, der wissenschaftlichen Arbeit sowie ein regionales Versorgungsnetzwerk, bestehend aus niedergelassenen Ärzten, Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen. Im CCCO vereinen sich Hochleistungsmedizin und Menschlichkeit zum Wohl der Patienten.

(v.r.) Prof. Dr. Oliver Kölbl, Sprecher des UCC-R (UKR), und Prof. Dr. Olaf Ortmann, Sprecher des UCC-R (Caritas Krankenhaus St. Josef)